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Karl
Forster (1928-1981) – ein verhinderter Bischof? Zum
30. Todestag veranstaltete die Katholische Akademie in München eine Gedenkfeier
für ihren Gründungsdirektor Karl Forster, einen gebürtigen Amberger, also
einen Oberpfälzer. Kardinal Wetter leitete die Gedenkmesse in der Kapelle der
Akademie am Englischen Garten. Der ehemalige Assistent der Augsburger
Pastoraltheologen Professor Dr. Karl Forster, Prälat Dr. Eugen Kleindienst
aus Rom, hielt die Predigt. Nach der Messe, die von viel katholischer
Prominenz besucht war, gab es im Saal der Akademie bei Pfälzer Wein („Forster
Ungeheuer“) eine Gesprächsrunde, an der sich neben Kardinal Wetter etliche
Zeitzeugen, unter ihnen Hans Jochen Vogel, Friedrich Kronenberg, Professor H.-P.
Heinz und Professor R. Hill zu Wort meldeten. Es war ein bewegender Abend. Nicht
anwesend konnte Professor Hans Maier sein, der einen langfristig vereinbarten
Lese-Termin mit seinem Buch „Böse Jahre, gute Jahre“ wahrnehmen musste.
Seine Frau Adelheid war jedoch im Publikum des Gedächtnisabends. In keinem
Gesprächsbeitrag wurde die Tragik des hochbegabten charismatisch-kreativen
Theologen so präzise formuliert wie in Hans Maiers Erinnerungen „Böse Jahre,
gute Jahre“. Maier
schildert mit großer Sympathie den Weg Karl Forsters: Akademiedirektor,
Sekretär der Bischofskonferenz, Sekretär der deutschen Synode, Professor für
Pastoraltheologie in Augsburg. Nur bei Maier erfährt man (S. 150),
dass F.J. Strauß eine mögliche Erhebung Forsters auf einen Bischofsstuhl
verhindert hat, indem er Paul VI. wissen ließ, dass Forster in der NS-Zeit HJ-Führer
gewesen sei… Forster
hatte als Akademiedirektor öffentliche Gespräche mit den Parteien
veranstaltet. Als erste lud Forster die SPD ein zur Tagung „Christentum und
demokratischer Sozialismus“. (A. Arnelt, W. von Knöringen, Carlo Schmid –
G. Gundlach SJ., Oswald von
Nell-Breuning SJ, A. Süsterhenn) Adenauer
soll Pius XII. angerufen haben, um diese Tagung zu verhindern (S. 140f)… Redaktion |
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