Heft 2/2011

Falscher Verdacht

Fortsetzung

 

(Pipeline vom 20.07.2011, Seite16)

Meine Lieben, endlich ist die unangenehme Zeit für meinen Bruder und Pfarrer Jakob Eder vorbei. 10 Monate hat es gedauert, bis juristisch und kirchenrechtlich die „Sache“ abgeschlossen wurde. Nachdem Jakob durch eine einzige telefonische Anzeige im Dezember 2010 von einer verleumderischen Frau beim Ordinariat Regensburg angezeigt wurde, hatte er von einem Tag auf den anderen seine Pfarrei und den Pfarrhof verlassen müssen (ein ehemaliges Heimkind, das tief in Schulden steckt, wollte von der Kirche Geld für angeblichen sexuellen Missbrauch herausholen).

Im folgenden Brief redet sich das Bistum (vertreten durch Generalvikar Fuchs) „feige, schäbig und gemein" heraus. Es ist von einer schweren Zeit die Rede, die Jakob mitmachen musste, aber es kommt keine Entschuldigung vonseiten des Bistums, das zu voreilig der Lügnerin geglaubt und die falschen Konsequenzen gezogen hat. Vor allem die fiesen und miesen Machenschaften der rechthaberischen Frau Dr. B. Böhm, die unbedingt den Pfarrer Jakob nicht mehr ins Amt zurücklassen wollte, sind erbärmlich. Ich habe sichere Quellen dafür. (Sie ist die Sprecherin des Ordinariats Regensburg f. Missbrauchsfälle). Nun muss das Ordinariat das Gehalt von 10 Monaten nachzahlen und wohl auch die Rechtsanwaltskosten übernehmen. (Jakob hat insgesamt dafür 16.000,- Euro hinblättern müssen!)

Ich schicke diesen Brief an meine Verwandten, Freunde, Mitbrüder und Reisefreunde. Viele Dutzende haben immer wieder nachgefragt, mitgefühlt, ihre Sympathie gezeigt. Herzlichen Dank Euch allen!

Euer Franz Xaver Eder,

Pfarrer. i. R.

 

Þ

Text und Info zur Rechtfertigung von Jakob Eder, Pfarrer in Parkstein und Kirchendemenreuth, Oberpfalz

Heute, am 4. Oktober 2011, dem Gedenktag des Hl. Franziskus, durfte Pfarrer Jakob Eder von Generalvikar Michael Fuchs erfahren, dass alle Vorwürfe gegen ihn falsch waren.

Pfarrer Jakob Eder wird am Samstag, dem 8. Oktober 2011, um 19.00 Uhr seinen ersten Gottesdienst in der Pfarrgemeinde Parkstein St. Pankratius feiern.

Generalvikar Michael Fuchs vom Bistum Regensburg wird in diesem Gottesdienst einen Brief an die Pfarrei Parkstein und Expositur Kirchendemenreuth vorlesen zum Abschluss der kirchenrechtlichen Voruntersuchung und Wiedereinsetzung von Pfarradministrator Jakob Eder:

»Liebe Mitchristen in der Pfarrei Parkstein und in Kirchen­demenreuth, eine schwere Zeit liegt hinter uns. Durch Beschuldigungen und eine Anzeige gegen Pfarrer Jakob Eder musste dieser für die Zeit der Ermittlungen vorübergehend vom Dienst entpflichtet werden. Das entspricht den Leitlinien der deutschen Bischofskonferenz und pastoralen Erfordernissen. Damit begann – trotz der Unschuldsvermutung – für alle Beteiligten eine Zeit großer Unsicherheit und Spannungen. Eine rechtliche Klärung der Vorwürfe war aber notwendig.

Wie Sie sicher wissen, hat die Staatsanwaltschaft Weiden ermittelt und schließlich wegen Unglaubwürdigkeit der Hauptzeugin und wegen Verjährung von anderen Vorwürfen die Ermittlungen eingestellt.

Darauf folgte die kirchenrechtliche Voruntersuchung. Sie war notwendig, weil wegen längerer Verjährungsfristen und höherer Altersbegrenzung im kirchlichen Bereich die von der Staatsanwaltschaft nicht aufgeklärten Vorwürfe geprüft werden mussten. Der von uns beauftragte Jurist hat diese kirchliche Voruntersuchung sorgfältig durchgeführt und vergangenen Freitag seinen Abschlussbericht vorgelegt.

Darin ist er zu dem Ergebnis gekommen, dass auch unter kirchenrechtlichen Gesichtspunkten sämtliche behaupteten Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gegen Pfarrer Jakob Eder nicht zutreffen. Die Unschuldsvermutung für den beschuldigten Pfarrer, an der wir alle die ganze Zeit über festgehalten haben, hat also Bestand.

Pfarrer Jakob Eder ist damit voll rehabilitiert und kann von der Diözese wieder – wie vorher – als Pfarradministrator der Pfarrei Sankt Pankratius in Parkstein mit allen Rechten und Pflichten eingesetzt werden. Pfarrer Eder ist dazu bereit und wird seinen Dienst mit der Vorabendmesse am Samstag, 8. Oktober 2011, wieder aufnehmen.

Uns schmerzt die Tatsache, dass Pfarrer Eder durch die Beschuldigungen und die lange Zeit der Aufarbeitung eine große Last zu tragen hatte und nicht geringen Schaden erlitt. Die Diözese wird das in ihrer Macht Stehende tun, dass Pfarrer Eder der Schaden, der ihm durch die Beschuldigungen zugefügt wurde, wieder gutgemacht wird. Sicher werden Sie Pfarrer Eder weiterhin Ihr Vertrauen schenken.

Wir danken ganz herzlich Pfarrer Nikolaus Gründer und Pater Pawel Salamon, die sich in der schweren Zeit um die Pfarrei gekümmert haben, sowie allen in der Pfarrei, die sich in den pfarrlichen Gremien und darüber hinaus tatkräftig engagiert, das pfarrliche Leben gestützt und die Pfarrei zusammengehalten haben.

Dafür ein herzliches Vergelt’s Gott!

Für die kommende Zeit wünsche ich weiter viel Kraft und Gottes reichen Segen!

 

Regensburg, 4. Oktober 2011

Msgr. Michael Fuchs,

Generalvikar  «

 

Zusatz der Pfarrei: Selbstverständlich sind dazu auch die Pfarrangehörigen der Expositur Kirchendemenreuth, sowie alle, welche ihm in der schweren Zeit (…) zur Seite gestanden und ihn mit ihrer Treue und Aufmunterung unterstützt haben, herzlich zur Mitfeier dieses Gottesdienstes eingeladen!

Regionaldekan (…) und vielen anderen Mitbrüdern gilt es, Dank zu sagen für die Unterstützung und den Rückhalt in dieser schweren Zeit.

 

 

Aus dem Zeitungsbericht über den Gottesdienst in Parkstein:

So ganz glauben möchten die Parksteiner seinen [GV Fuchs‘] Sätzen nicht. Pfarrgemeinderatssprecherin Gertraud Dorner spricht deutliche Worte an den Generalvikar. „Das Kreuz, das Sie durch ihre Entscheidungen dem Pfarrer und der Gemeinde auferlegt haben, ist unverantwortlich.“ Es sei mit der Lehre der Kirche „in keinster Weise zu vereinbaren“.

 

 


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