|
|
Worte eines Bischofs: "Wahren Sie gegenüber dem Bischof und auch gegenüber seinen Mitarbeitern in der Diözesanführung männliche Offenheit und Wahrhaftigkeit! Man sagt, dass Geradheit eine Eigenschaft des bayerischen Stammes sei. Nun gut, bleiben Sie bei aller geziemenden Ehrfurcht in dieser Hinsicht echte Bayern! Beten Sie zu Gott, dass Ihr Bischof stets das offene Wort verträgt und den nüchternen Blick für solche bewahrt, die ihm zu Gefallen reden oder zu Gefallen berichten." "Ich möchte in ihrer Mitte kein Kirchenfürst sein, sondern Vater, Bruder . . ." "Die Autorität des Priesters gründet in den Augen der modernen Gesellschaft nicht in erster Linie in seiner sakramentalen Weihe und seiner besonderen Würde, vielmehr wird im ‚freien Wettbewerb der Berufe' die Persönlichkeit des Priesters und seine Leistung als eines Gliedes der Gesellschaft moderner Prägung verlangt . . . Gegenüber der Tatsache, dass die Autorität des Priesters in den Augen unserer Umwelt nicht so sehr im priesterlichen ‚Stand' gründet, sondern im Aufweis unserer persönlichen Leistung, hilft kein Pochen auf unsere Priesterwürde und kein Hinweis auf unser geistliches Gewand." "Wer sich nicht interessiert für die geistigen Strömungen, die unsere Zeit bestimmen, in Theologie, Philosophie, Naturwissenschaft, Technik, Soziologie, Kunst und so weiter und sich nach dem Maß seiner Begabung und Zeit auch nicht damit beschäftigt, wird nicht mehr als "Salz der Erde" wirken können . . . Ein solcher Priester braucht sich nicht zu wundern, wenn er als rückständig gilt und auf den Arbeiter ebenso wie auf den Akademiker und sehr oft auch auf das Landvolk unglaubwürdig und lebensfremd wirkt." "In unserer offenen Gesellschaft . . . wirken beim Priester Verschrobenheit, menschliche Enge, unechte Salbung, Unaufrichtigkeit, Hinterhältigkeit und schlechte Umgangsformen besonders abstoßend und versperren von vornherein den Weg zum Verständnis seiner eigentlichen Sendung." Äußerungen über diesen Bischof: "... dass er jeden als 'Mitbruder' bezeichnet hat, das hat uns unheimlich fasziniert. Und wir spürten, da ist ein Bischof, der auf uns zugeht. Und mit dem wollten wir auch zusammenarbeiten." "Er hat alles Gekünstelte in der Sprache vermieden. Also was heute so einige Bischöfe von sich geben, da würde er an die Decke gehen. Das hat er gehasst. Er hat manchmal auch ungeschickt formuliert, aber er hat immer authentisch geschrieben. Das ist es, glaub ich, was heute faszinierend ist, alles Authentische überdauert. Wenn man heute Hirtenbriefe liest, da würde er stocksauer sein, wenn er das Zeug lesen müsste, was heute wieder so auf den Markt kommt, das ist also absoluter Stuss. Und man kann sich nur wundern, dass die Leute das noch ohne Protest hören." "... der Kardinal hat nie jemanden bloßgestellt, gleich von welcher Richtung. Er hat, wenn er nicht einverstanden war, mit dem persönlich ein Gespräch geführt, und das war oft schon sehr ernst, aber er hat die Leute immer wieder durchblicken lassen, dass er sie ernst nimmt, und dass er eigentlich ehrlich zu ihnen stehen möchte." Um wen handelt es sich wohl? Herr, gib deiner Kirche wieder solche Hirten! |
|
|