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Wir sind Kirche nimmt zu den aktuellen Ereignissen im Bistum Regensburg Stellung und fordert die deutschen Bischöfe auf, mäßigend auf ihren Mitbruder in Regensburg einwirken. Mit wachsender Sorge verfolgt die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche die Ereignisse in der Diözese Regensburg und ihre Auswirkungen auf ganz Deutschland. Der seit Wochen schwelende und bislang ungelöste Streit zwischen Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller und dem Diözesanrat hat Auswirkungen auf die gesamte, seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) und der Gemeinsamen Synode der Deutschen Bistümer (1971-1975) gewachsenen Strukturen des Laienapostolats in der Mitwirkung des ganzen Gottesvolks in synodalen Gremien. Aus diesem Grund fordert Wir sind Kirche die deutschen Bischöfe auf, brüderlich auf den Regensburger Bischof einzuwirken und sich in ihrer Gesamtverantwortung als Gemeinschaft der Bischöfe in geeigneter Weise dafür einsetzen, dass dieser konkrete Streit baldmöglichst beendet wird und die Mitwirkung der Laien in der Kirche nach der Lehre des Konzils nicht nur - wie in Regensburg derzeit geschehend - nicht zurückgedrängt, sondern weiterentwickelt wird. Es geht dabei nicht, wie Bischof Gerhard Ludwig Müller vordergründig versucht glaubhaft machen zu lassen, um einem Streit des Bischofs mit dem Vorsitzenden des Diözesanrats Fritz Wallner, sondern um grundsätzliche Fragestellungen. Die einstimmig verabschiedete Erklärung des Hauptausschusses des Diözesanrats vom 18.07.2005 und die Stellungnahmen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) haben deutlich werden lassen, dass dies die Mitglieder dieses Gremiums durchaus so sehen und die Vorgänge als grundsätzlicher Eingriff in die Laienrechte werten. Im Interview in der Deutschen Tagespost vom 30. Juli 2005 hat Bischof Gerhard Ludwig Müller die Konflikte als Kampagnen einiger weniger sogenannter "Ideologen" gegen ihn dargestellt und in diesem Zusammenhang auch falsche Aussagen über Wir sind Kirche getätigt. Die Deutsche Tagespost wurde am 4. August 2005 von Wir sind Kirche aufgefordert eine Gegendarstellung nach Bayerischem Presserecht abzudrucken. Noch ist dieser Konflikt nicht gelöst, schon hat der Bischof den nächsten Konflikt ausgelöst, indem er erneut gegen Pfarrer Siegfried Felber vorgegangen ist. Aus "disziplinarischen Gründen" wurde ihm nach 43 Jahren im Dienst der Kirche die Pension um 600 Euro im Monat gekürzt. Nachdem zunächst eine Eucharistiefeier bei der Trauung eines konfessionsverschiedenen Ehepaares der Grund für diese Maßnahme war, wurde nach einer Entschuldigung Felbers seine Mitgliedschaft bei dem Aktionskreis Regensburg (AKR), einem Zusammenschluss von kirchenkritischen Geistlichen und Laien, und seine Mitarbeit bei der AKR-Zeitschrift "Pipeline" dafür angegeben. Abgesehen von der Absurdität der Vorwürfe, bei dem auch wieder einmal der Betroffene nicht gehört wurde, fehlt bei diesem Vorgehen erneut jegliches Gespür für die Verhältnismäßigkeit der Mittel. "Das rigorose Vorgehen gegen einen Pfarrer, der sich Jahrzehnte in der Seelsorge eingesetzt hat, der auch jetzt noch sein Priesteramt als Seelsorger ernst und wahr nimmt, wird von vielen Menschen als skandalös empfunden", so Sigrid Grabmeier von Wir sind Kirche Regensburg und Mitglied im Bundesteam der KirchenVolksBewegung. Prof. Dr. Dr. hc. Gerhard Ludwig Müller, der mit dem Bischofsamt auch den Dienst an der Einheit übernommen hat, spaltet das Bistum. Er bringt selbst konservative Katholikinnen und Katholiken dazu, sich auf Distanz zu begeben." Seine Maßnahmen gegen strukturkritische Priester und Laien im kirchlichen Dienst bzw. im ehrenamtlichen Engagement: Rauswurf, Entlassung, Amtsenthebung, Entzug der Missio Canonica, Pensionskürzung, Strafversetzung, Androhung von kirchenrechtlichen Maßnahmen bei Ausübung von Bürgerrechten, Beschwerde beim Kultusministerium, Entzug der Lehrerlaubnis, Verbot einer Zusammenkunft, Ausgrenzung angeblicher Kirchenfeinde - die Liste ist lang und wird beständig durch immer wieder neue Aktionen erweitert. So ist das Bistum Regensburg seit dem Amtsantritt von Bischof Gerhard Ludwig Müller als 77. Bischof von Regensburg immer wieder in die Schlagzeilen gekommen. "In zunehmendem Maße gewinnt man den Eindruck, dass je mehr sich der derzeitige Bischof von Regensburg an das göttliche Recht seines Bischofsamtes klammert, er den Bezug zur Realität im Bistum verliert und versucht, mit Hilfe seiner Drohgebärden immer wieder den Dialog und eigene Umkehr zu vermeiden." so Sigrid Grabmeier. "Wir befürchten, dass sein bischöflicher Macht- und Wahrheitsanspruch ihm das trügerische Gefühl gibt, immer das Richtige zu tun. Die Vermeidung des echten Dialogs mit Anderen aber wird auch dazu führen, dass es ihm nicht mehr möglich sein wird, seinen pastoralen Aufgaben im Bistum nachzukommen. Nur im Dialog innerhalb der Kirche, im Gebet und im Hören auf den Hl. Geist ist Zukunft der Kirche möglich." Deshalb fordert Wir sind Kirche die deutschen Bischöfe auf, durch brüderliches Einwirken auf ihren Mitbruder, den gegenwärtigen Konflikten im Bistum Regensburg endlich ein Ende zu setzen und ihn zu unterstützen, künftig Konflikte anders auszutragen. Ansprechpartnerin: Sigrid Grabmeier, "Wir sind Kirche" Regensburg, Mitglied im Bundesteam der KirchenVolksBewegung Köckstr. 1, 94469 Deggendorf Tel: 0991- 29 79 585, Mobil: 0170- 862 62 90, sigrid@grabmeier.net www.wsk-regensburg.de |
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