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Pressemitteilung Wir sind Kirche Regensburg
"Wir sind Kirche" Regensburg bedauert
die erneute Zuspitzung des Konflikts des Bischofs von Regensburg mit seinem
Presbyterium und hofft auf sein Einlenken.
Anlässlich des erneut aufflammenden Konflikts
mit einem Priester seiner Diözese, von dem die Öffentlichkeit wieder einmal
nur durch die Pressestelle des Bischof selbst erfahren hat, wendet sich die
KirchenVolksBewegung an Bischof Gerhard Ludwig Müller, er möge nun ebenso wie
die beiden Priester es letzte Woche getan hatten, die erforderlichen Schritte
zur Auflösung des Konfliktes tun. Sie hatten in einer Erklärung ausdrücklich
bedauert, wenn Veröffentlichungen in der von ihnen mitverantworteten
Zeitschrift Pipeline dazu geführt haben, dass der Bischof in unangemessener
Weise kritisiert oder verletzt wurde.
Auch die beiden Priester fühlten sich durch
die Äußerungen in der Predigt zur Eröffnung der Wolfgangswoche, die darüber
hinaus auf der Homepage des Bistums verbreitet wurden, durch den Bischof
verletzt. Da anscheinend gegenüber diesen Verletzungen von Bischofsseite nicht
angemessen reagiert wurde, sah einer der Priester sich veranlasst, gerichtlich
gegen den Bischof vorzugehen.
Notwendig wäre es nach Auffassung von
"Wir sind Kirche", dass auch der Oberhirte jetzt seine Haltung
überdenkt. Angemessen wäre es dann, dass nun auch er seinen Beitrag zur
Einheit von Bischof und Presbyterium leistet: Auch er sollte gegenüber diesen
beiden Priestern sein Bedauern über die entstandenen Verletzungen aussprechen.
Nachdem es die Praxis des Ordinariats ist, solche Ereignisse medial zu
verarbeiten, muss dieses Bedauern, sowie die Zusicherung, solches nicht wieder
zu tun, öffentlich erfolgen.
Der Vorgang zeigt, dass das auch das
Bischöfliche Dekret vom 11.11. 2003 zum Verbot der Anrufung weltlicher Gerichte
zu kurz gegriffen hat, da dieser Fall offenbart, dass weder die Einsicht, noch
die innerkirchlichen Instrumente zur Lösung solcher Konflikte ausreichen,
insbesondere dann nicht, wenn die Bistumsleitung selbst in einen solchen Streit
involviert ist.
Als erstes positives Zeichen wertet "Wir
sind Kirche" Regensburg , dass seit dem 22. Juli auf der Homepage des
Bistums die Zusammenfassung der Predigt entfernt wurde. Die KircheVolksBewegung
wünscht dem Bischof die Souveränität, den bestehenden Konflikt nicht durch
Macht sondern durch Größe aufzulösen.
Sigrid Grabmeier, "Wir sind Kirche"
Regensburg, Mitglied im Bundesteam der KirchenVolksBewegung, Köckstr. 1, 94469
Deggendorf Tel: 0991- 29 79 585, Mobil: 0170- 862 62 90, sigrid@grabmeier.net
, www.wsk-regensburg.de |