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Professor Dr.theol. August Jilek D-93089 Aufhausen

Presse-Mitteilung


Der Entzug der Lehrbefugnis kam nicht überraschend. Bischof Dr. Müller hatte ihn vielmehr schon im April 2004 gegenüber dem Dekan der Fakultät und anderen angekündigt und angedroht, und zwar in derselben Abfolge, wie es dann auch geschah: zuerst Tätigkeits-Verbot in der Diözese, dann Entzug der Lehrbefugnis. Unklar war lediglich, welchen Vorwand Dr. Müller dafür suchen werde. Am 24. September 2004 hatte Jilek in einem Schreiben an den Bischof festgehalten:
„…zu keinem Zeitpunkt habe ich irgendjemandem mitgeteilt, dass ich die Absicht hätte, die römisch-katholische Kirche zu verlassen. Wohl hatte ich einen solchen Schritt erwogen und diesbezüglich eine Anfrage an Staatsminister Dr. Goppel gerichtet mit dem Ersuchen um dienstrechtliche Auskünfte. In gleicher Weise hatte ich mich an Kardinal Lehmann gewandt. Anlass und Grund dafür lagen ausschließlich in der Art und Weise Ihrer Amtsführung als Bischof von Regensburg und im Tätigkeitsverbot, das Sie mit Datum vom 30. Juli 2004 für das Gebiet der Diözese Regensburg über mich verhängt hatten. Inzwischen habe ich von der Erwägung, die römisch-katholische Kirche zu verlassen, Abstand genommen.“

Der erwähnte Brief an Kardinal Lehmann war vertraulich. Dass er trotzdem an Dritte weiter gegeben wurde und daraus sogar öffentlich zitiert wird, ist äußerst befremdlich. Mit dem Entzug der Lehrbefugnis bedient Dr. Müller ultra-konservative Kreise der Diözese Regensburg, die schon seit Jahren gegen Prof. Jilek agitieren. 

Prof. Jileks Forschungs- und Lehrtätigkeit genießt weit über die Grenzen der Diözese Regensburg hinaus große Anerkennung. Dazu gehört das von ihm entwickelte Konzept zur Fort- und Weiterbildung, mit dem er seit über zehn Jahren mit zahllosen Veranstaltungen in 14 Diözesen Deutschlands und Österreichs tätig ist.

Einen Meilenstein stellte vor einigen Jahren die Gründung des Aufhausener Instituts für PastoralLiturgik e. V. (A.I.P.L) dar: ein Institut zur Fort- und Weiterbildung, das in dieser Form im deutschen Sprachraum einmalig ist. Allein an den Aufhausener LiturgieTagen nehmen jährlich mehrere hundert Damen und Herren aus den verschiedensten kirchlichen Berufsfeldern
und den verschiedensten Diözesen des deutschen Sprachgebietes teil. Diese Veranstaltungen tragen sich zu 100 Prozent selbst und kommen ohne jegliche Subventionen aus.

Mit dieser Initiative entsprach Prof. Jilek einer wichtigen Forderung des Bayerischen Hochschulgesetzes (BayHG Art. 2 Abs. 3), geriet damit aber trotzdem in Konflikt mit der Regensburger Bistumsleitung, maßgeblich betrieben vom damaligen Weihbischof Wilhelm Schraml und Generalvikar Dr. Wilhelm Gegenfurtner. 

Große Beachtung fanden ferner die von Jilek entwickelten Grundformen christlicher Liturgie mit Feier-Formen für markante Lebens-Stationen und deren pastorales Umfeld: So genannte „priesterlose Gottesdienste“ zählen dazu ebenso wie völlig neue Formen für Hochzeit, Ehejubiläum sowie u. a. auch für Bußsakrament, Krankheit, Tod und Beerdigung. Zu den Kennzeichen
zählt die intensive und besonders profilierte Beziehung zwischen Lebens-Alltag und gefeierter Liturgie. In zahlreichen Pfarreien gerade auch der Diözese Regensburg und sonst im deutschen Sprachraum gehören diese „Jilek’schen“ Feier-Formen längst zum festen Bestandteil des pfarrlichen Lebens: freilich sehr zum Missfallen ultra-konservativer Kreise, obwohl alle Feier-Formen uneingeschränkt den kirchlichen Ordnungen entsprechen. 

Zusammen mit seiner Frau Eveline Maria Jilek konzipierte Jilek die „Glaubensschule Aufhausen“, die sich seit Jahren in der Arbeit mit Schülern und Eltern bewährt: ein völlig neues Konzept für kirchliche Sozialisation im Grundschul-Alter, also für das Hineinwachsen in Glauben und Kirche, mit eigens dafür entwickelten Liturgie-Formen und ebenso neuen Konzepten für
Erstkommunion- und Firm-Kurse mit ehrenamtlichen Glaubenslehrerinnen und Glaubenslehrern. In vielen Pfarreien verschiedenster Diözesen sind Elemente dieser Glaubensschule längst Praxis geworden. 

Zu den Kennzeichen der Lehre Prof. Jileks gehört die intensive Verzahnung von fachwissenschaftlicher Grundlagen-Forschung und beruflicher Praxis. Als einer der ersten hat Jilek mit Internet-gestützten Lehrformen begonnen: Diese ermöglichen Studierenden dezentrale Lern-Arbeit mit einem völlig individuellen und zugleich sehr effizienten Zeit-Management.
Parallel dazu begann Jilek mit der Entwicklung und Veröffentlichung multi-medialer Materialien, die für das Studium ebenso hilfreich sind wie für die berufliche Praxis. Der dafür gegründete Liturgieverlag A.E Jilek hat inzwischen im deutschen Sprachraum hohen Bekanntheitsgrad mit intensiven bundesweiten Kontakten zu Damen und Herren in den verschiedensten
kirchlichen Berufsfeldern (Verlags-Programm: www.liturgieverlag.de ).
An Anerkennung der Publikationen Jileks durch die Fachwelt hat es bisher nie gefehlt.
Regensburg-Aufhausen, 7. Oktober 2004

Professor Dr. August Jilek

 

 


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