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Homepage des Bistums München-Freising - 17.11.2005

Zu den im Bistum Regensburg vorgenommenen Veränderungen in der Struktur der Räte

Stellungnahme zu Interpretationen der Aussagen von Kardinal Wetter

München, 16. November 2005 (ok) Im Zusammenhang mit der Auflösung des Diözesanrates und der Dekanatsräte im Bistum Regensburg sind Aussagen des Erzbischofs von München und Freising und Vorsitzenden der Freisinger Bischofskonferenz, Kardinal Friedrich Wetter, in einer Weise interpretiert worden, die der Klarstellung bedürfen.

Kardinal Wetter hat sich dazu auf Fragen von Journalisten bei einer Pressekonferenz zum Abschluss der diesjährigen Herbstvollversammlung der Freisinger Bischofskonferenz am 10. November geäußert. Er stellte klar, der Bischof von Regensburg habe das Recht, in seinem Bistum eine Ordnung zu schaffen, von der er meint, dass sie seinem Bistum am besten bekommt.

Der Kardinal verwahrt sich gegen Interpretationen in der Presse, es gebe eine „Bischofsfront“ gegen den Bischof von Regensburg. Ebenso verwahrt er sich gegen den Versuch, ihn als ausdrücklichen Befürworter für die im Alleingang vorgenommenen Veränderungen im Bistum Regensburg zu vereinnahmen. Der Kardinal wird falsch interpretiert, wenn der Schluss gezogen wird, er halte den jetzt in Regensburg vollzogenen Schritt für richtig.

Nachdem jetzt sämtliche Statuten für die in Regensburg neu geschaffenen Gremien und die Neuordnung der Pfarrgemeinderäte bereits im Druck vorliegen, stellt Kardinal Wetter fest, er bedauere, dass der Bischof von Regensburg bei der Herbstkonferenz der bayerischen Bischöfe wenige Tage zuvor dazu keine näheren Angaben gemacht hat.

Noch unmittelbar vor der Pressekonferenz am 15. November, bei der in Regensburg die neuen Regelungen und die Auflösung des Diözesanrates und der Dekanatsräte im Bistum Regensburg bekannt gemacht wurden, hat Kardinal Wetter den Bischof von Regensburg schriftlich darum gebeten, keine einseitige Interpretation dieser Veränderungen zu geben, als seien lediglich diese eine zeitgerechte und zukunftsweisende Gestalt der Zusammenarbeit von Priestern und Laien. Anlass dazu war eine an alle Pfarreien des Bistums Regensburg gerichtete Mitteilung des Bischöflichen Sekretariates Regensburg. Es lässt die Interpretation zu, als ob diejenigen, die an den durch demokratische Wahlen legitimierten Katholikenräten festhielten, „traditionalistisch an alten Strukturen“ klebten, während in Regensburg jetzt eine „Modernisierung der Rätearbeit“ vorgenommen worden sei, wie in dem Schreiben des Sekretariates wörtlich formuliert wurde. Der Kardinal hat in diesem Zusammenhang deutlich gemacht, es liege ihm sehr daran, „dass gute und treue Katholiken, die hilfsbereit und dienstbereit sind, nicht demotiviert und in die Resignation gedrängt werden“.

Winfried Röhmel
Pressesprecher

 

 


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