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Homepage des Bistums Regensburg - 30.07.2004
Bruch des
Weiheversprechens eklatant fortgesetzt
(pdr) Durch die unerlaubte Eucharistiefeier am
29. Juli in Oberalteich hat Pfarrer Trimpl den Bruch seines Weiheversprechens in
eklatanter Weise bestätigt und fortgesetzt. „Die Gehorsamsverweigerung und
der damit verbundene Bruch des Weiheversprechens ist und bleibt der Grund für
die nach wie vor rechtswirksame und gültige Suspension“, so der Offizial der
Diözese, Dr. Max Hopfner. „Eine aufschiebende Wirkung tritt erst dann ein,
wenn dies von der in diesem Fall zuständigen Kleruskongegration ausdrücklich
erklärt wird. Den Weg nach Rom hat Pfarrer Trimpl inzwischen beschritten, eine
Reaktion steht aber noch aus. Auf jeden Fall kann eine Suspendierung nicht vom
Betroffenen selbst ausgesetzt werden.“ Das Verhalten von Pfarrer Trimpl zeige,
dass er weiterhin nicht bereit ist, seine Widersetzlichkeit aufzugeben. „Gerade
das Zweite Vatikanische Konzil betont in besonderer Weise, dass ein Priester nur
in Einheit mit dem Bischof seinen Dienst ausüben kann“.
Der Offizial verwies auf die einschlägige
Stelle im Konzils-Dekret über „Dienst und Leben der Priester (Presbyterorum
ordinis Nr. 8)“. Darin heißt es:
„Die Priester aber sollen die Fülle des Weihesakramentes der Bischöfe vor
Augen haben und in ihnen die Autorität des obersten Hirten Christus hochachten.
Sie schulden ihrem Bischof aufrichtige Liebe und Gehorsam. Der priesterliche
Gehorsam, der vom Geist der Zusammenarbeit durchdrungen sein muss, gründet in
der Teilnahme am Bischofsamt, die den Priestern durch das Weihesakrament und die
kanonische Sendung übertragen wird.“
In einem Schreiben an Pfarrer Trimpl machte
Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller deutlich, dass er den fortgesetzten
Ungehorsam nicht hinnehmen werde. „Da Pfarrer Trimpl vom weiteren Missbrauch
des Priesteramtes zur Demonstration seines Ungehorsams und der
Instrumentalisierung der Sakramente nicht ablässt, müssen weitere Maßnahmen
getroffen werden“, so der Offizial. „Das kann bis zur Entlassung aus dem
Klerikerstand führen.“ |